FAQ

Fragen zur Beteiligung

Was ist das Thema der Beteiligung?

Das Thema in den Beteiligungsprozessen ist die nachhaltige Bioökonomie und die Flächennutzung im Rheinischen Revier. Das ist relevant für alle, weil es hier um die zukünftige Aufteilung oder eine Umverteilung von Flächen geht und um die Frage, wie wir in Zukunft wirtschaften wollen. Im Rheinischen Revier steht ein Strukturwandel an, der weite Teile der Wirtschaft und der Gesellschaft umfassen wird. Durch den politisch beschlossenen Kohleausstieg und die Notwendigkeit, den Klimawandel zu bremsen und dessen Folgen zu reduzieren, sind andere fossilfreie und weniger klimaschädigende Produkte und Verfahren notwendig. Dabei soll die Bioökonomie eine große Rolle spielen.
Die Flächen im Rheinischen Revier sind begrenzt. Viele haben Interesse an Flächen für Gewerbe, Wohnraumneubau, Freizeitflächen, Landwirtschaft oder die Erhaltung von Naturräumen. Dies wirft weitere Fragen auf wie zum Schutz von Böden und Ressourcen aus ökologischer Sicht oder der Energieeinsparung in der gesamten Produktionskette.
Im Rheinischen Revier sollen daher unter folgender Leitfrage Empfehlungen zur regionalen Wirtschaft der Zukunft entwickelt werden:

Wie sieht für dich ein lebenswertes Rheinisches Revier aus, in dem du in Zukunft gerne wohnen und arbeiten möchtest? 

  • Welche Rolle spielen dabei Landwirtschaft, Naturschutz, Klimaschutz und Landschaftsschutz?
  • Wie können wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen dabei in Einklang gebracht werden?
  • Was kann die Bioökonomie* dazu leisten?

*Bioökonomie - damit ist eine moderne und nachhaltige Form des Wirtschaftens gemeint, die auf der effizienten Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen basiert. Zur biobasierten Wirtschaft tragen alle Branchen bei, die biologische Ressourcen produzieren, verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen. 

Mehr Informationen, unterschiedliche Positionen, auch zu verbundenen Konfliktfeldern, findest du hier.

Warum sollte ich bei BioökonomieREVIER mitmachen?

Wenn dir die Zukunft deiner Region nicht egal ist, dann ist genau jetzt der richtige Moment, deine Ideen und Vorstellungen einzubringen. BioökonomieREVIER will eine Strategie für ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Wirtschaftsmodell entwickeln. Die Umsetzungen daraus werden ganz konkrete Auswirkungen auf deine Heimat und deinen Alltag haben. Umso wichtiger ist es, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen.

Wer kann mitmachen?

Es können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Besonders angesprochen sind die natürlich die Menschen, die im Rheinischen Revier wohnen oder arbeiten.

Wozu braucht es noch eine Online-Plattform?

Die Online-Plattform soll allen Bürgerinnen und Bürgern des Rheinischen Reviers die Möglichkeit geben, sich einzubringen und mitzumachen. Die Veranstaltungen der Citizens‘ Assembly und der Bürgerräte nehmen zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger  teil, wodurch die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist. Die Online-Plattform soll jedoch allen Interessierten offenstehen. Wir wollen so allen Bürgerinnen und Bürgern im Revier die Chance geben, mitzumachen und ihre Ideen einzubringen. Daher veröffentlichen wir hier alle Informationen und Ergebnisse des Beteiligungsprozesses, damit auch du mit dazu diskutieren kannst!

Was ist das Ziel des Beteiligungsportals?

Die Menschen im Rheinischen Revier sollen auf dieser Seite aktiv an der Entwicklung ihrer Region und zu den Themen Flächennutzung und Bioökonomie mitarbeiten.
Außerdem möchten wir hier über aktuelle Projekte und Beteiligungsmöglichkeiten informieren. Die Plattform wird die Informationen und die Empfehlungen aus den einzelnen (zum Teil analogen) Beteiligungsgruppen für alle Interessierten zugänglich machen. Die Beteiligten können sich mit eigenen Ideen und Wissen einbringen, neue Vorschläge für die analogen Formate machen und sich austauschen. Auch können die veröffentlichten Ergebnisse kommentiert werden.

Was bedeutet „Citizens' Assembly“?

Die Bürgerversammlung, auch „Citizens‘ Assembly“, ist ein etabliertes Format der Bürgerbeteiligung und wurde bereits in anderen Ländern und Städten erfolgreich durchgeführt. In Irland zum Beispiel wurde die „Citizens‘ Assembly“ bereits 2016 eingeführt. Kontroverse Themen wie Schwangerschaftsabbruch oder die gleichgeschlechtliche Ehe wurden hier diskutiert. Die Ergebnisse wurden der Regierung übergeben und haben letztlich eine Modernisierung der Gesellschaft ausgelöst.

Im Rheinischen Revier sollen nun unter folgender Leitfrage Empfehlungen zur regionalen Wirtschaft der Zukunft entwickelt werden:

Wie sieht für dich ein lebenswertes Rheinisches Revier aus, in dem du in Zukunft gerne wohnen und arbeiten möchtest? 

  • Welche Rolle spielen dabei Landwirtschaft, Naturschutz, Klimaschutz und Landschaftsschutz?
  • Wie können wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen dabei in Einklang gebracht werden?
  • Was kann die Bioökonomie* dazu leisten?

Zu der Bürgerversammlung werden fünfzig zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zu einer großen Auftaktversammlung zusammenkommen. Aufgrund der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie haben wir diese Veranstaltung auf das Frühjahr 2021 verschoben.

Dort werden sie von Expertinnen und Experten in das Thema eingeführt, um dann informiert und intensiv gemeinsam zu beraten. Eine professionelle und allparteiliche Moderation begleitet den Prozess. So kann eine ergebnisoffene und vertrauensvolle Diskussion gewährleistet werden. Neben der großen Auftaktversammlung und einer Abschlussversammlung werden die Bürgerinnen und Bürger in Kleingruppen zu Themen ihrer Wahl arbeiten.

*Bioökonomie - damit ist eine moderne und nachhaltige Form des Wirtschaftens gemeint, die auf der effizienten Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen basiert. Zur biobasierten Wirtschaft tragen alle Branchen bei, die biologische Ressourcen produzieren, verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen. 

Mehr Informationen, unterschiedliche Positionen, auch zu verbundenen Konfliktfeldern, findest du hier.

Was ist ein Bürgerrat?

Der Bürgerrat ist ein Format der Bürgerbeteiligung für zwölf bis fünfzehn Personen und wurde in den USA und Österreich entwickelt.

Eine zufällig ausgewählte Gruppe kommt für anderthalb Tage zusammen und arbeitet gemeinsam zu einer bestimmten Fragestellung Ideen, Anregungen und Empfehlungen aus. Dabei wird diese Gruppe von Experten und Expertinnen beraten und unterstützt. Als Ergebnis des Bürgerrates wird eine einstimmige, gemeinsame Erklärung verfasst und anschließend der interessierten Öffentlichkeit in einem Bürgercafé vorgestellt.

Im Rheinischen Revier sollen voraussichtlich in diesem Jahr zwei Bürgerräte stattfinden. Hier werden besondere lokale Herausforderungen mit Bezug zur Bioökonomie, die unmittelbar mit der Region und der zukünftigen Wirtschaft verknüpft sind, bearbeitet.

Welche Rolle hat die Lenkungsgruppe?

Die Lenkungsgruppe besteht aus 9 Vertreterinnen und Vertretern der organisierten Interessen im Rheinischen Revier. Die Mitglieder kommen aus den Interessensgruppen Zivilgesellschaft, Wirtschafts- und Sozialpartner, Wissenschaft & Bildung, Landwirtschaft sowie Politik & Verwaltung. Sie wurden am 16. Juni 2020 auf dem Interessensforum Bürgerbeteiligung Bioökonomie von ca. 45 Teilnehmenden gewählt.

Die Mitglieder der Lenkungsgruppe kennen sich gut aus im Revier und verfügen über viele Kontakte vor Ort. So können sie das CURE dabei unterstützen, diese verschiedenen Beteiligungsformate an den Bedürfnissen der Bürger und Bürgerinnen im Rheinischen Revier auf faire und gerechte Weise auszurichten.

Zu den Aufgaben der Lenkungsgruppe gehören:
- Die Gestaltung der einzelnen Beteiligungsformate beurteilen
- Vorschläge und Kritik aus der Bevölkerung entgegennehmen und an das CURE weiterleiten
- Die Umsetzung der Beteiligungsergebnisse überwachen

In der Lenkungsgruppe sind vertreten:
- Lutz Dalbeck (Biologische Station im Kreis Düren e.V.): Interessensgruppe Zivilgesellschaft
- Timothy Fitschen (Agentur für Arbeit): Interessensgruppe Wirtschaft- und Sozialpartner*innen
- Antje Grothus (Zivilgesellschaftlicher Koordinierungskreis Strukturwandel, Klima Allianz NRW): Interessensgruppe Zivilgesellschaft
- Erich Gussen (Kreisbauernschaft Düren, RLV): Interessensgruppe Landwirtschaft
- Manfred Körber (Nell-Breuning-Haus): Interessensgruppe Wissenschaft & Bildung
- Ulrich Schurr (Forschungszentrum Jülich, Pflanzenwissenschaften): Interessensgruppe Wissenschaft & Bildung
- Ann-Katrin Steibert (DGB Region NRW Süd-West): Interessensgruppe Wirtschaft- und Sozialpartner*innen
- Anna Steinmann (Junglandwirtin): Interessensgruppe Landwirtschaft
- Hans-Martin Steins (Umweltamt Kreis Düren): Interessensgruppe Politik & Verwaltung

Warum kann ich nicht an der Bürgerversammlung und/oder den Bürgerräten teilnehmen?

An der Bürgerversammlung (Citizens‘ Assembly)  und den Bürgerräten nehmen zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger teil. Diese Menschen wurden per Zufall aus den Melderegistern ausgewählt und haben eine Einladung zur Bürgerversammlung oder zu einem Bürgerrat erhalten.

Das Ziel dieser Auswahlmethode ist, eine möglichst vielfältige Zusammensetzung der Gruppen zu erhalten und so verschiedene Sichtweisen zu gewährleisten. Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen beruflichen, privaten, religiösen und kulturellen Hintergründen und damit höchst unterschiedlichen Lebensstil- und Interessenlagen sind so in den einzelnen Formaten vertreten. Auf diese Weise können Ergebnisse mit hoher Aussagekraft und sozialer Tragfähigkeit erarbeitet werden. Durchgeführt wird die Zufallsauswahl vom Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung [IDPF] .

Für Bürger aus dem Rheinischen Revier gibt es darüber hinaus weitere Mitmach-Gelegenheiten bei der Initiative BioökonomieREVIER.

Was passiert mit den Ergebnissen der Beteiligung?

Um zu entscheiden, wozu du dir überhaupt die Mühe machen und dich einbringen sollst, musst du natürlich erfahren, was mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses passiert. Zunächst fließen die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger in die Regionalstrategie BioökonomieREVIER ein. Dieses Dokument wird den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern als Unterstützung für die Gestaltung der zukünftigen Wirtschaft im Revier zur Verfügung gestellt.

Außerdem arbeiten wir über die Lenkungsgruppe eng mit den organisierten Interessen zusammen, die über Kenntnisse und Möglichkeiten verfügen, die Beteiligungsergebnisse auch vor Ort umzusetzen. Mit den Mitgliedern der Lenkungsgruppe arbeiten wir aktuell eine Strategie aus, um die Empfehlungen möglichst effektiv und nachhaltig im Revier umsetzen zu können.

Fragen zur Initiative BioökonomieREVIER

Was ist BioökonomieREVIER?

BioökonomieREVIER ist eine Strukturwandel-Initiative im Rheinischen Revier mit dem Schwerpunktthema Bioökonomie. Hier entsteht im Rahmen des Sofortprogramms der Bundesregierung zum Braunkohleausstieg eine Modellregion für ressourceneffizientes und nachhaltiges Wirtschaften. Auf der Basis bio-basierter Innovationen sollen neue, regionale Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle etabliert werden. Das Rheinische Revier bietet dafür herausragende wissenschaftliche und wirtschaftliche Voraussetzungen.

Die Koordinierungsstelle für dieses „BioökonomieREVIER Rheinland“ ist am Forschungszentrum in Jülich angesiedelt. Gemeinsam mit Akteuren aus der Wirtschaft, den Kommunen, der Landwirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik sowie der Öffentlichkeit entwickelt sie regionale Ansätze, wie eine Transformation erfolgreich ablaufen kann. Das Besondere hierbei: vielversprechende bio-basierte Wertschöpfungskonzepte werden schon heute umgehend in praktische und regionale Lösungen für Unternehmen, Landwirte oder Kommunen übersetzt. Nicht zuletzt ist dies der Tatsache geschuldet, dass sowohl der Struktur- wie der Klimawandel keinen Aufschub dulden.

Die Arbeiten münden in eine Regionalstrategie für das Rheinische Revier, die im Sommer 2021 vorgelegt und von ersten praktischen Umsetzungen an verschiedenen Orten im Revier geprägt sein wird. Wirtschaftliche Innovationen sollen hierbei genauso adressiert werden wie soziale und gesellschaftliche Themen.

Wichtige Meilensteine auf dem Weg dahin sind unter anderem die Vernetzung von regionalen Akteuren, die Erfassung und Auswertung von Stoffströmen aus der lokalen Land- und Ernährungswirtschaft, die Erstellung kommunaler Bioökonomie-Profile und die Analyse von Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Ferner werden junge, gründungswillige Unternehmer im Bereich der Bioökonomie beraten. Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es interaktive Ausstellungsformate. Der Prozeß wird begleitet durch eine Bürgerbeteiligung, durchgeführt vom Centrum für Umweltmanagement, Ressourcen und Energie (CURE) in Bochum.

Link zur Webseite https://www.biooekonomierevier.de/start

Was macht das Forschungszentrum Jülich?

Das Forschungszentrum Jülich leistet wirksame Beiträge zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Information, Energie und Bioökonomie. Wir forschen für die Gesellschaft und übernehmen deshalb Verantwortung dafür, dass die Erkenntnisse unserer Forschenden von der Gesellschaft genutzt werden können, um positive Wirkung zu entfalten. Dies leitet uns bei der strategischen Planung unserer Forschung, in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern und bei dem Bestreben, unsere Ergebnisse für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nutzbar zu machen. Wir wollen zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen und dieser Anspruch gilt auch für uns selbst: Mit den uns anvertrauten Ressourcen gehen wir transparent und verantwortungsvoll um und setzen sie nachhaltig ein.

Nachhaltige Bioökonomie am Forschungszentrum Jülich

Der Forschungsbereich Nachhaltige Bioökonomie beinhaltet Arbeiten, die dazu beitragen, eine biobasierte Wertschöpfung für nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Die Forschungsbeiträge für eine nachhaltige Bioökonomie umfassen Arbeiten in der Biotechnologie, der Pflanzenforschung sowie der Bodenforschung (Agrosphäre). Das Ziel der Arbeiten ist es, den Wandel von einer erdöl- zu einer biobasierten Wirtschaft zu unterstützen und dazu beizutragen, die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung zu ermöglichen.

Bioökonomie am Institut für Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrums Jülich

Das Institut für Pflanzenwissenschaften am Forschungszentrum Jülich unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Schurr entwickelt Lösungen für nachhaltiges, bio-basiertes Wirtschaften auf Basis von Pflanzen und pflanzlicher Biomasse. Hier werden innovative Konzepte und Technologien zur Vermessung von Pflanzen im Labor, Gewächshaus und Feld erarbeitet und in der Bioökonomie Natur- und Ingenieurs-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften zusammengebracht. Im Bioeconomy Science Center, dessen Geschäftsstelle am Institut angesiedelt ist, wird seit 10 Jahren multidisziplinär im Kompetenzverbund mit Partnern aus NRW geforscht. Im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier entsteht gemeinsam mit Akteuren der Region das „BioökonomieREVIER Rheinland“, die erste Modellregion für nachhaltiges, bio-basiertes Wirtschaften. Die Koordinierungsstelle ist ebenfalls am Institut für Pflanzenwissenschaften beheimatet.

Welche Rolle hat das CURE?

Das Centrum für Umweltmanagement, Ressourcen und Energie (CURE) entwickelt und organisiert den Beteiligungsprozess und begleitet die einzelnen Formate. Dabei wird der gesamte Bürgerbeteiligungsprozess wissenschaftlich ausgewertet.

Die 2013 gegründete transdisziplinäre Forschungsgruppe Partizipation und Transformation (der auch das Projektteam BioökonomieREVIER angehört) ist eines der ersten wissenschaftlichen Kompetenzzentren zum Thema Partizipation und Bürgerbeteiligung. Ausgehend vom langfristigen Wertewandel und den gestiegenen Möglichkeiten der Mobilisierung und Vernetzung durch die Digitalisierung verändern sich Städte, Gemeinden und Länder zu Räumen partizipativer Demokratie und transformieren so auch die Beteiligungskultur im Lande.

So hat die Forschungsgruppe Partizipation und Transformation bereits mehrere Beteiligungsprozesse im Bereich Nachhaltige Transformation und Energiewende begleitet und ausgewertet und lässt das Wissen auch hier einfließen. Ziel der Forschung ist es, immer bessere Beteiligungsprozesse zu entwickeln, die eine demokratische und nachhaltige Transformation ermöglichen.

Bis Ende 2020 war die Forschungsgruppe am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) tätig und ist zum 1. Januar 2021 an die Ruhr-Universität Bochum gewechselt.

Das Projektteam am CURE stellt sich hier vor.

Welche Rolle hat das IDPF?

Das Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung [IDPF] führt die Zufallsauswahl der Teilnehmenden für die Citizens‘ Assembly und die Bürgerräte durch. Das IDPF praktiziert regelmäßig eine Kombination der Zufallsauswahl mit einer gezielten, qualifizierten Auswahl anhand bestimmter Merkmale wie Bildung, Migrationshintergrund, Alter u. ä. Dadurch kann auch sichergestellt werden, dass bestimmte gesellschaftliche Gruppen besonders berücksichtigt werden. Wird die Teilnahmebereitschaft der ausgewählten Bürgerinnen und Bürger durch Angebote wie Kinderbetreuung, Bildungsurlaub oder Aufwandsentschädigung unterstützt, gewährleistet die Zufallsauswahl, dass die Teilnehmenden auch die gesamte Bürgerschaft vertreten.

Ich habe keine Ahnung von Bioökonomie. Wieso und wie soll ich dazu überhaupt etwas sagen?

Die nachhaltige Bioökonomie muss sich eng an den regionalen Gegebenheiten und den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürgern vor Ort orientieren, um langfristig eine Rolle zu spielen. Und wer könnte zu einer Region mehr sagen, als die Menschen, die dort leben? Als Experte oder Expertin für das Rheinische Revier kannst du dazu beitragen, eine Bioökonomiestrategie zu entwickeln, die auch wirklich zum Rheinischen Revier passt.

Die Weisheit der Vielen kann im gemeinsamen Gespräch zu überraschenden und innovativen Lösungen führen, auf die die „Experten“ aus Wissenschaft und Politik so nie gekommen wären!

Fragen zur Online-Plattform

Warum duzen wir?

Natürlich möchten wir nicht unhöflich wirken, sondern ganz im Gegenteil eine wertschätzende Kommunikation ermöglichen. Mit dem freundschaftlichen „Du“ möchten wir die Distanz verringern und bewirken, dass sich die BesucherInnen dieser Plattform persönlich angesprochen und eingeladen fühlen, mitzumachen und sich einzubringen. Junge Menschen zu erreichen ist uns besonders wichtig – daher möchten wir vermeiden, dass sie sich durch eine formelle Ansprache weniger angesprochen fühlen. Bei unseren Veranstaltungen siezen wir die Menschen selbstverständlich.

Muss ich mich anmelden oder registrieren?

Du kannst auf dieser Online-Plattform deine Ideen und Vorstellungen auch anonym, das heißt ohne Registrierung, einbringen. Wir empfehlen dir allerdings eine Registrierung auf der Plattform vorzunehmen, da du dann alle deine Beiträge in einem eigens für dich einsehbaren Bereich jederzeit einfach wiederfinden kannst. Einige Funktionen, z.B. die Bewertung von Beiträgen anderer User, stehen dir nur als registrierte/r Nutzer oder Nutzerin zur Verfügung.

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