Bürgerinnen und Bürger zeigen hohes Interesse für die Weiterentwicklung des Projektes RIO – Gewerbegebiet Ost

Gruppen Erkelenz

Mehr Vegetation im Gewerbegebiet, Erzeugung von erneuerbaren Energien und effiziente Energienutzung sowie eine nachhaltige Mobilität fördern: das sind nur einige der vielen Empfehlungen des Erkelenzer Bürgerrates, der Anfang September zusammenkam und Empfehlungen zu einer nachhaltigen Umgestaltung des Gewerbegebietes Erkelenz Ost erarbeitete. Die Ergebnisse wurden nun in einem sogenannten „Bürger-Café“ der Öffentlichkeit vorgestellt und symbolisch an Bürgermeister Stephan Muckel übergeben.

Nach dem Motto „Viele wissen mehr als wenige!“ lud die Stadt Erkelenz nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger am 10. und 11. September zu diesem Bürgerrat ein, um Ideen für ein modernes, vielseitiges und nachhaltiges Gewerbegebiet Erkelenz Ost zu entwickeln. Mit dem ‚Projekt RIO‘ plant die Stadt, das Gewerbegebiet Erkelenz Ost neu zu beleben.12 Personen kamen schließlich zusammen und entwickelten Wünsche und Hinweise, wie das Gewerbegebiet für eine neue und vielfältige Nutzung nachhaltig umgestaltet werden kann. Wichtig war es den Beteiligten hier auch, dass die „Aufenthaltsqualität“ erhöht wird, damit sich zukünftig viele Erkelenzerinnen und Erkelenzer gerne dort aufhalten.
Im Zentrum der Empfehlungen stehen eine die ökologische Gestaltung des Geländes und Vorschläge, um Leben und Arbeiten besser zusammenzubringen, also zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für die Menschen. Dabei ging es hier weder um eine Ausweitung des Gebiets, noch darum, welche Firmen konkret angesiedelt werden sollen.

Am 20. September wurden diese Empfehlungen nun bei einem „Bürger-Café“, einer offenen Veranstaltung, in der Gemeinschaftsmensa am Cornelius-Burgh-Gymnasium präsentiert. In einer ersten Diskussionsrunde gab es viel Zustimmung, in einer zweiten Runde kamen dann weitere Ergänzungen der Besucherinnen und Besucher hinzu. Hierbei ging es dann um eine umweltfreundlichere Flächennutzung, bei der Raum-Sharing und eine Flächenumgestaltung für eine bürgernahe Freizeitgestaltung möglich sind.

Die vielfältigen Ergebnisse aus unterschiedlichen Themenbereichen wie Mobilität, Umwelt, Flächenneugestaltung und Digitalisierung sollen nun einfließen in eine geplante Machbarkeitsstudie der Stadt Erkelenz. Sowohl die Erkelenzer Bürgerinnen und Bürger als auch der Bürgermeister lobten das Konzept des Bürgerrates.

Die Veranstaltungen fanden statt im Rahmen eines Projektes zur Bürgerbeteiligung „BioökonomieREVIER – Aufbau und Erprobung einer partizipativen Governance zur Entwicklung der Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland.“, organisiert von einem Forschungsteam um Dr. Jan-Hendrik Kamlage vom Centrum für Umweltmanagement, Ressourcen und Energie (CURE) an der Ruhr-Universität Bochum.
Bei der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER Rheinland entsteht eine Modellregion für nachhaltiges, biobasiertes Wirtschaften im Rheinischen Revier. Sie wird koordiniert vom Forschungszentrum in Jülich.

Der ausführliche Bericht ist in Kürze hier auf der Online-Plattform als PDF verfügbar. Dann kann er auch im Print-Format im Rathaus der Stadt Erkelenz abgeholt werden.